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El Nino
      In Italien mit Pferden arbeiten !


      Ist El-Niño verantwortlich für den milden Winter 2006/ 2007 ?

       

      Beitrag im Newsletter2801 v. 28.01.2007

      Die peruanischen Fischer nannten dieses wiederkehrende Klimaphänomen “El-Niño”, was spanisch "Christkind" oder "Knabe" bedeutet.  Immer um die Weihnachtszeit bemerkten die Fischer eine spürbare Wassererwärmung vor der Küste Perus. Die Folge war eine plötzliche Abwanderung der Fischschwärme in andere Regionen. Deshalb nannten sie diese Klimaanomalie  ”Christkind”, diese sarkastisch Formulierung soll deutlich machen, daß in diesen Jahren die Fischfänge ihren Weihnachtstisch nicht decken konnten. 

      Dieses Phänomen tritt i.d.R. alle 7 Jahre auf, innerhalb des letzten Jahrhunderts scheinen El-Niños häufiger und intensiver aufzutreten. Es besteht Grund zu der Annahme, daß der Treibhauseffekt, also die Anreicherung von Kohlendioxid in der Atmosphäre, dieses Phänomen zu beeinflussen scheint. Satellitenauswertungen haben ergeben, daß Ende 2006 der El-Niño als Klimaanomalie wieder auftritt.

       

      Zum besseren Verständnis ist das Phänomen El-Niño im folgendem vereinfacht dargestellt. Die Abläufe sind wesentlich komplizierter und können für Wetterkundige oder für in naturwissenschaftlichen Formulierungen vertraute Leser auf folgender Webseite genauer nachgelesen werden:

       

      Linkempfehlung: http://www.elnino.info/

       

      Im normalen Ablauf bringt der Humboldtstrom vor der Küste Südamerikas kaltes und nährstoffreiches Meerwasser aus der Antarktis bis in die Äquatorialebene. 

      I.d.R. herrscht vor der Küste Südamerikas durch kaltes Meerwasser ein stabiles Hochdrucksystem. Weiter westlich, im indonesischen Raum herrschen Tiefdruckgebiete vor, dort ist das Meeresoberflächenwasser deutlich wärmer. Durch den Druckunterschied herrscht ein beständiger Luftstrom von West nach Ost über den Pazifik, den sog. Passatwinden. Diese bilden praktisch den Antriebsmotor für den Humboldtstrom und dem Austausch von Meereswasser bis in den asiatischen Raum.


       

      Bildquelle: http://www.elnino.info

       

      Durch die beständige Zirkulation ist das Fließen des kalten und nährstoffreichen Humboldtstroms sichergestellt, eine Ursache für den Fischreichtum besonders vor der Küste Perus.



       

      Beim El-Niño bleiben die stabilen Hochdrucksysteme über dem südamerikanischen Kontinent aus, der Humboldtstrom wird schwächer, der Zufluß vom kalten Wasser bleibt aus. Buchstäblich schwappt das Warmwasser aus dem indonesischen Raum nach Südamerika zurück. Es folgt ein Algensterben, Fische ziehen sich zur Nahrungssuche in kältere, nährstoffreichere Wasserregionen zurück, die Nahrungskette wird unterbrochen, es folgt ein Sterben der Arten, die den Fischen nicht folgen können aber auf die Fische als Nahrungsgrundlage angewiesen sind (küstennahe Bewohner: Seelöwen, Robben, Küstenvögel). Letztendlich ist der Mensch durch die plötzliche Fischarmut in der betroffenen Region direkt betroffen. 

      Durch den schwächeren Humboldtstrom und der Erwärmung des Meeres vor Südamerika bilden sich starke Tiefdruckgebiete, die massive Regenfälle mit Überschwemmungen verursachen.

      Im westpazifischen Raum geschieht das Umgekehrte, das Abfließen des wärmeren Wassers lässt die Meeresoberfläche deutlich abkühlen, Tiefdrucksysteme werden durch Hochdrucksysteme verdrängt, die Monsunregen bleiben aus, es kommt zu Dürren und Missernten mit Hungersnöten innerhalb der Bevölkerung.


       

      Bildquelle: http://www.elnino.info


       

       

      Die Wetterexperten sind sich ziemlich einig, daß das Phänomen El-Niño geringen Einfluss auf das europäische Wetter hat. Seit einigen Jahren gilt aber die Erkenntnis als gesichert, daß es im Atlantik ein ähnliches El-Niño Phänomen gibt, nämlich das Zusammenspiel des Golfstromes mit dem Entstehen für wetterbeeinflussende Azorenhochs und Islandtiefs. Ein starker Golfstrom facht die Druckgegensätze der Azorenhochs und der Islandtiefs an, starke Westwinde erzeugen milde Winter in Mitteleuropa, sibirische Kaltluft wird in den Osten abgedrängt. Ein schwächerer Golfstrom lässt Westströmungen verringern, dadurch kann sibirische Kaltluft aus dem Osten bis weit in den mitteleuropäischen Raum vordringen.

       

      Zusammenfassend die Antwort auf die vorangegangene Frage, ob El-Niño schuld am milden Winter im Jahreswechsel 2007/2008 ist, lässt sich der direkte Zusammenhang zwischen Auftreten des El-Niño im südamerikanischen Raum und einer Veränderung des Golfstromes mit Einfluss auf den Winter in Europa nicht eindeutig herstellen. Auch wenn im Jahr 2007 und 2008 der El-Niño mit dem milden Winter in Europa zusammenfällt. Ein veränderter Lauf des Golfstromes kann für Mittel- und Nordeuropa wiederum strengere Winter bedeuten, wenn der Golfstrom seinen Lauf in Richtung Osten verändert und auch nicht so weit nach Norden vordringt.

      Aber innerhalb des nächsten Jahrzehntes hoffen die Wissenschaftler, beide Phänomene besser verstanden zu haben, um auch eine gewisse Vorhersehbarkeit von Witterungsverhältnissen der Jahreszeiten zu erzeugen.

      El-Niño ist aber ein Phänomen, daß die Menschheit seit Jahrhunderten beobachtet und die Beobachtungen durch Aufzeichnungen belegt sind. Die genauen Ursachen werden noch erforscht. Auffällig ist das gehäufte Auftreten des El-Niño mit höherer Intensität innerhalb der letzten Jahrzehnte mit Naturkatastrophen für den südamerikanischen Raum (Überschwemmungen/ Erdrutsche) bis hin zu hohen wirtschaftlichen Verlusten innerhalb der Fischindustrie und Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft südamerikanischer Länder, sowie Dürren in Südafrika und Indonesien mit Missernten und Hungersnöten, also praktisch einer Umkehrung der Wetterverhältnisse in weiten Teilen der südlichen Globushälfte.

      Der El-Niño ist also ein natürliches Phänomen, daß auch ohne dem Wirken des Menschen auftritt. Inwieweit der Treibhauseffekt oder andere durch Menschen verursachte Klimaveränderungen den El-Niño beeinflussen, wird noch erforscht.

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