Italien


          Dieser Erfahrungsberichtbericht während eines einmonatigen Auslandsaufenthalt in Italien wird mit freundlicher Genehmigung von Kaia R. veröffentlicht.

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           Leben und arbeiten in Italien auf einem touristischen Reitbetrieb

          Bericht von Kaia R.

          Ein Erfahrungsbericht



          Nach vielen Stunden auf der Autobahn war ich sehr gespannt, was mich bei meiner Ankunft erwarten würde. Als ich dann endlich in die Einfahrt bog, wartete ein kleines, schönes Häuschen mit Veranda und umgeben von Pferdekoppeln auf mich. Ruhe und Idylle pur. Da die „Chefin“ gerade auf einem Ausritt war, wurde ich gleich mit meinen nicht-vorhandenen Italienisch Kenntnissen konfrontiert. Trotz Kommunikationsschwierigkeiten wurde ich sehr herzlich empfangen und lernte auch gleich die 24 Pferde, sowie Hunde, Katzen und Hühner kennen.

          Meine Zeit in Italien war eine der schönsten Erlebnisse, die ich bisher hatte. Ich habe so viel erlebt, an Erfahrungen gesammelt und gelernt, dass ich gar nicht weiß, wo ich beginnen soll. Vielleicht mit der Natural Horsemanship Methode, mit der man ganz ohne physischen Kontakt zu jedem Problempferd oder noch nicht eingerittenem Pferd durchdringen kann? Oder mit den vielen Ausritten durch die wunderschöne Landschaft? Oder das einmalige Erlebnis, mit einem Pferd zu schwimmen? Jeder Tag bot neue Überraschungen, man wusste nie was kommen würde.

          Täglich früh aufstehen und in der Hitze arbeiten war natürlich anstrengend und anfangs eine kleine Herausforderung. An Spontanität und Flexibilität durfte es nicht fehlen. Aber es brauchte nicht lange, um sich daran zu gewöhnen und die tägliche Routine sogar zu genießen. In der Freizeit konnte man sich dann mit den Pferden austoben, sich die wunderschöne Gegend genauer ansehen, oder am Pool in der Hängematte faulenzen. Direkt an der Toskanischen Grenze liegend, ist das kleine Dorf von anderen Dörfern umgeben, die viel Italienische Kultur bieten. Italiener sind sehr herzenswarme Menschen, wie ich lernte, und empfangen jeden mit offenen Armen. So fühlte man sich gleich wohl in dieser familiären Atmosphäre.

          Ich habe im Umgang mit Pferden viel gelernt. Es war wirklich interessant zuzusehen, wenn die „Chefin“ mit ihnen arbeitete; während das „Problempferd“ sich wild um sie herum austobte, behielt sie die Ruhe und konnte das Pferd ohne jeglichen Kraftaufwand oder physischen Kontakt beeinflussen und beruhigen. Auch ich lernte mit dieser Methode mit Pferden „spielend“ zu arbeiten. Und es funktionierte! Mein größtes Erfolgserlebnis war dann mit meinem „Projektpferd“. Anfangs konnte man kaum aufsitzen und am Ende sind wir zusammen durch die Gegend galoppiert.

          Touristen Ausritte zu begleiten war für mich eine neue und interessante Erfahrung. Es bedurfte Verantwortungsgefühl und Vertrauen zu den Tieren – und in manchen Fällen, auch jede Menge Geduld =)

          Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine perfekte Mischung aus Arbeit und Spaß, Lernen und Erleben war. Für Natur-und Tierliebhaber ein kleines Paradies.

          Kaia R., 16.07.2009

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