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Kanada



          Sarah R.


          Dieser Erfahrungsbericht nach einem 3-monatigen Auslandsaufenthalt in Kanada wird mit freundlicher Genehmigung von Sarah R. veröffentlicht. Sie arbeitete im Sommer 2008 auf einer Reit- und Tierfarm mit Kindercamp in Kanada, vermittelt von auslandserfahrungen.de

           


          Ein Sommer in Kanada


          Schon seit vier Jahren träumte ich davon nach Kanada zu reisen um die Menschen, Landschaften, Kulturen, Sprachen (in diesem Falle viel mehr Französisch als Englisch, denn in Quebec ist dies die Landessprache) kennenzulernen und vor allem Erfahrung in dem Umgang mit Tieren und Kindern zu sammeln. Die Anzeige von auslandserfahrungen.de sprach mich sofort an, denn alle Ansprüche sollten sich nach der Beschreibung erfüllen. Nach einer sehr ausführlichen Bewerbung bekam ich eine Zusage und schon die Emails von dem Stellenanbieter selbst waren sehr ansprechend und man wurde herzlich und großzügig willkommen geheißen, was die Vorfreude enorm steigerte.


          Die Ankunft war für mich, auch wenn es sehr viele neue Eindrücke, Menschen, Tiere, Namen, Angewohnheiten und Verpflichtungen waren, sehr angenehm. Man hatte von allen Personen um sich herum das Gefühl, in eine Familie aufgenommen wurden zu sein. Vielleicht hatte ich diesen Sommer einfach nur sehr großes Glück, aber ich habe noch nie mit so vielen lieben, hilfsbereiten, lebensfreudigen und herzlichen Menschen zusammengearbeitet. Die Betriebsleiter waren stets darauf bedacht uns so viel wie möglich Erfahrungen zu vermitteln, allerdings war es in der Pferdeausbildung leider nur sehr wenig. Auch dass das Geld nicht in Massen vorhanden war mussten wir manchmal spüren (z.B. verspätete Einkäufe, verspätetes Taschengeld,…). 

           

          Viele Praktikanten sind eher abgereist und nachdem sie zu Haus waren, haben sie erst gemerkt, wie schön die Zeit war. Zugegeben, die Besitzer konnten sehr gewöhnungsbedürftige Ansichten haben, aber ich denke irgendwo ist immer ein Haken zu finden und mit gewissen Sachen muss man einfach lernen zurechtzukommen. Dafür haben die Betriebsleiter uns sehr viel von der Gegend gezeigt, denn in den drei Monaten war ich zweimal in Quebec, zu zwei Westernfestivals, auf einer Bootstour, sehr oft im Stammlokal essen und so vieles mehr. In der Nebensaison stehen dann richtige Praktikantenausflüge an, wo man dann auch schon mal weiter wegfährt. 


          Vorweg möchte ich nehmen, dass ich durch diese vielen Neuheiten niemals Heimweh hatte, man hatte einfach nie Zeit darüber nachzudenken, weil man mit sehr vielen Anforderungen umgehen musste. Nicht alle Arbeiten waren Traumjobs, aber so hatten wir die Möglichkeit in alle Bereiche reinzuschnuppern und mit so vielen humorvollen Praktikanten war es trotz „Meckerein“ sehr amüsant. Im Allgemeinen muss man sagen, dass alle Arbeiten sehr anstrengend waren und man schon sehr viel Stärke aufbringen musste. Das heißt aber nicht, dass man dies nicht erlernen kann und es nicht zu meistern ist. Ich habe in Kanada wohl gelernt, dass dies alles eine Ansichtssache ist. In der Hauptsaison haben wir also aller zwei Wochen fünf Tage und Nächte in Reitcamps, Kindercamps oder Behindertencamps gearbeitet. Ebenso wie eine Woche in der Küche und im Stall. Es kommt immer darauf an, welche Verteilung es gab, aber eigentlich sollte jeder von uns Praktikantinnen alles ausprobieren. 

           

          Am Anfang waren die Camps sehr anstrengend, aber da man nicht allein ist, sondern kanadische Animateure mitwirken, gab es so manche lustige Momente, auch wenn man dann froh war, wieder in seinem Bett (das Haus für die Praktikanten, mit einer wundervollen „Balkoranda“ J). Die Kinder haben einem sehr dabei geholfen das Französisch aufzubessern und schon mancher der überhaupt kein Französisch konnte, hat es dort erlernt. In der Nebensaison wurde es etwas gemütlicher und wir haben uns alle der Stallarbeit, den Jungpferden, der Hundeausbildung und der Gebäudereinigung gewidmet. 

          Leider hat es für die Pferdearbeit nur in der Freizeit gereicht und dies war sehr schade. Wie schon gesagt, manche Arbeit war in unseren Augen sinnlos und unter aller Würde, aber wir haben unsere Meinung preisgegeben und wir hatten unseren Spass! Zwei Tage die Woche hatten wir frei und dies genoss man bei einer solchen anstrengenden Arbeit natürlich. Ich glaube pro drei Monate steht einem Praktikanten eine Woche Urlaub zu.


          Es ist schwierig alles in einen Text zu verarbeiten, denn dieser Sommer war trotz vieler verzweifelten Momente der schönste den ich je hatte. Allerdings ist dies immer abhängig davon, was man selbst daraus macht. Die Farm ist ein wundervoller Ort, auch wenn manche Sachen gewöhnungsbedürftig sind und vielen von uns so einiges ganz und gar nicht gefallen hat. Fest steht, wir Mädels hatten einen so guten Zusammenhalt und ich vermisse diese Arbeitsatmosphäre hier so sehr. Auch wenn mal etwas nicht so lief, wie man es sich vorstellte, so konnten mich die Tiere, die lieben Menschen um mich herum und die wundervolle Landschaft von Kanada immer aufmuntern. Oft habe ich mir morgens noch vor dem Arbeiten ein Pferd geschnappt und bin ausgeritten, danach fühlte ich mich immer wie ausgewechselt. 

          All die Bilder und Erinnerungen lassen mich aus diesem Sommer in Kanada wieder Stärke schöpfen, denn noch nie habe ich so viele Lebenserfahrungen gemacht, wie auf dieser Farm in Kanada.
          Ich hoffe mein kleiner Bericht bietet wenigstens einen kleinen Einblick, denn es ist so wahnsinnig schwierig alles in Worte zu fassen. Teilweise kam es einem so vor, als ob man sich in einem Spielfilm befindet, jeden Tag ein neues Ereignis und eine neue Erfahrung, so wie das Leben ablaufen sollte. Meine Mitmenschen hier in Deutschland seufzen schon, wenn ich nur den Ansatz mache: „Wisst ihr, damals in Kanada…“